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Thomas Sapper: Aus „Undercover Boss“ hat die DFH viel gelernt

Gepostet von am 17. Januar 2014 – 15:00Kein Kommentar |

Thomas Sapper war „Undercover Boss“: In der gleichnamigen Doku-Soap, die derzeit in einer neuen Staffel wieder bei RTL zu sehen ist, packte der Vorstandsvorsitzende der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG vor zweieinhalb Jahren als angeblicher Praktikant im eigenen Unternehmen mit an. „Das war eine einzigartige Erfahrung, bei der ich wertvolle Erkenntnisse gewinnen konnte“, erzählt Sapper rückblickend im Interview.

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Fünf Tage lang schlüpfte der gelernte Zimmerer Ende 2011 für „Undercover Boss“ in die Rolle eines Praktikanten und behauptete, von einem Fernsehteam bei der Jobsuche begleitet zu werden. Foto: DFH

Die Folge, in der sich der Chef des größten deutschen Fertighausunternehmens in den Praktikanten Bernd Segler verwandelte, lief erst vor wenigen Wochen als Wiederholung bei RTL – und erinnerte Sapper an die Dreharbeiten zu diesem TV-Experiment. Fünf Tage lang schlüpfte der gelernte Zimmerer Ende 2011 für „Undercover Boss“ in die Rolle eines Praktikanten und behauptete, von einem Fernsehteam bei der Jobsuche begleitet zu werden.

Als vermeintlicher Jobanwärter übernahm Sapper jeden Tag eine andere Tätigkeit in dem Fertighausunternehmen, die eigenen Angestellten lernten ihn an. „Dabei habe ich hautnah erlebt, was unsere Mitarbeiter täglich in der Produktion und vor Ort beim Aufbau der Fertighäuser leisten“, erzählt Sapper. „Ich ziehe meinen Hut vor den Kolleginnen und Kollegen und bin stolz darauf, ein Unternehmen leiten zu dürfen, in dem die Mitarbeiter so hochmotiviert und engagiert ans Werk gehen und Spaß daran haben, unseren Häuslebauern zu ihrem ganz persönlichen Traum vom Eigenheim zu verhelfen.“

Zukunft Fertighaus hat Thomas Sapper zum Interview getroffen, um mit ihm über  „Undercover Boss“ zu sprechen.

Herr Sapper, rund zweieinhalb Jahr nach Undercover Boss: Was hat sich in der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG dank „Undercover Boss“ verändert?

Grundsätzlich trägt „Undercover Boss“ aus meiner Sicht entscheidend dazu bei, dass die Führungsetage in einem Unternehmen ein ganz anderes Verhältnis zur Belegschaft bekommt. Chefs sehen auch einmal vor Ort, was die einzelnen Mitarbeiter leisten. Meist steigt dann das Verständnis und die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern. Das war bei uns auch so. Wir wussten natürlich vorher schon, dass unsere Mitarbeiter sehr viel leisten und entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen. Trotzdem war das Projekt „Undercover Boss“ eine schöne Bestätigung dafür. Wir haben als Anregung daraus gezogen, dass unsere Führungskräfte regelmäßig einen „Mitarbeiter-Tag“ einlegen sollten.

Am letzten Tag Ihrer fünftägigen Mission waren Sie am Hauptsitz in Simmern tätig. Dort ist Ihre Verkleidung dann auch aufgeflogen.

Es war von Anfang an eine ganze große Befürchtung von mir, an unserem Produktionsstandort in Simmern erkannt zu werden. Ich bin hier seit den 1990er Jahren als eine führende Kraft im Unternehmen tätig. Den schwäbischen Dialekt, den Sie bei mir unschwer heraushören, den kennen die Mitarbeiter mittlerweile ganz gut. Das Produktionsteam hat mir aber gesagt: Nein, das bekommen wir hin, wir ziehen eine Perücke auf, das geht durch. In der Tat: Die Leute sind so konzentriert auf die Kamera, dass ihnen eigentlich gar nicht auffällt, wer da vor ihnen steht. Das war für mich auch eine ganz interessante Erfahrung, das hätte ich mir nicht so einfach vorgestellt. Der Mitarbeiter, mit dem wir an dem Tag gedreht haben, Detlef Kunz aus der Produktion, hat mich auch tatsächlich nicht erkannt. Aber alle aus der Produktion haben irgendwann gesagt: Das ist doch der Chef.

Können Sie die Teilnahme an „Undercover Boss“ auch anderen Unternehmen empfehlen?

Ja, ich glaube, wenn sich die Geschäftsführung möglicher Kritik offen stellt und das Unternehmen aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernen möchte, ist das mit Sicherheit eine ganz gute Chance. Denn wenn Sie als Chef ins Unternehmen reingehen, sind Sie immer der Chef. Wenn Sie aber als vermeintlicher Praktikant auftreten, sind die Mitarbeiter viel unverblümter und Sie erhalten eine ganze andere Perspektive.

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