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16. Juni 2017 – 13:00 |

Die künftige nordrhein-westfälische Regierungskoalition aus CDU und FDP plant eine Bundesratsinitiative, um die Energieeinsparverordnung (EnEV) zunächst für drei Jahre auszusetzen. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) kritisiert dieses Vorhaben als bau- und klimapolitischen Rückschritt. Eine andere Initiative der NRW-Koalition begrüßt der BDF dagegen ausdrücklich, nämlich die geplante Entlastung von Familien bei der Grunderwerbsteuer.

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Individuelle Fertighäuser sitzen wie ein guter Maßanzug

Gepostet von am 20. März 2017 – 07:30Kein Kommentar |

Ein Maßanzug wird seinem Träger individuell auf den Leib geschneidert – das gleiche gilt für ein Fertighaus und dessen Bauherr. In der Planungsphase, die mehrere Wochen oder gar Monate andauert, formen der Bauherr und sein persönlicher Fachberater des Fertighausherstellers den Bauplan für das neue Zuhause. Die Umsetzung des Plans findet erst im Werk, später auf dem Baugrundstück statt. „Nach Bauabschluss passt das Fertighaus wie angegossen zu den individuellen Wünschen der Baufamilie. Die industrielle Vorfertigung garantiert zudem, dass sich alle Bauelemente präzise wie Stoff und Faden eines Maßanzugs zusammenfügen“, sagt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF).

Während es draußen schüttet und stürmt, setzen Holzmechaniker, Zimmerer & Co. in großen Werkshallen den Plan einer Baufamilie vom individuellen Fertighaus in die Tat um. An großen Produktionstischen fertigen Mechaniker und Handwerker gemeinsam bis zu rund 12,50 Meter große Bauteile, meist in Holz-Tafelbauweise. Zunächst wird ein Riegel- oder Ständerwerk zusammengesetzt. Das besteht aus getrockneten Holzbalken, die computergesteuert und somit millimetergenau vorbereitet werden. Meist kommt hierfür heimisches Fichtenholz zum Einsatz, durchschnittlich 30 Kubikmeter pro Haus.

Plan-Zukunft-Fertighaus

Fertighäuser entstehen genau nach Bauplan in wettergeschützten Werkshallen.

Ehe das Ständerwerk mit ebenso exakt zugeschnittenen Holzwerkstoffplatten einseitig verschlossen wird, werden einzelne Kammern im Inneren mit sogenannten Stielen voneinander getrennt. Die Kammern werden mit Dämmmaterialien gefüllt. Leitungskanäle für Strom, Wasser, Heizung oder Lüftung verlegen die Werksmitarbeiter dem Bauplan entsprechend und je nachdem, ob es sich um eine Außen- oder Innenwand beziehungsweise ein Deckenelement handelt, vorab. Außerdem sparen sie zunächst die geplanten Fenster- und Türöffnungen aus und bauen die neuen „Häuseraugen“ anschließend ganz nach Wunsch des Bauherrn im Werk passgenau direkt mit ein.

Auch der Grundputz wird bereits auf die Außenwände aufgetragen. Auf der Außenseite der Wandelemente kommt darüber hinaus meist ein Wärmedämmverbundsystem mit zusätzlicher Dämmung zum Einsatz. „Der intelligente Wandaufbau und die natürlichen Dämmeigenschaften von Holz sind so exakt aufeinander abgestimmt, dass ein modernes Fertighaus in der kalten Jahreszeit weniger Wärme hinaus- und im Sommer weniger warme Luft hineinlässt“, so Klaas.

Bevor die vorgefertigten Wand-, Dach- und Deckenelemente das Werksgelände verlassen, werden sie abschließend noch einmal genau überprüft. Damit stellt der Haushersteller sicher, dass einerseits der Bauherr die vertraglich zugesicherte Qualität erhält und dass andererseits der Aufbau des Hauses auf der Baustelle nur durchschnittlich zwei Werktage dauert. „Die Präzision industrieller Arbeitsschritte zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Bauprozess eines Fertighauses. Daraus ergibt sich eine Planbarkeit, die es der Branche ermöglicht, Fertighaus-Bauherren einen fixen Fertigstellungstermin und eine Preisgarantie für ihr neues Zuhause anzubieten“, so Klaas.

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