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19. Juli 2017 – 13:00 |

In der FertighausWelt Wuppertal des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) präsentieren die führenden deutschen Hersteller von Holz-Fertighäusern, darunter allkauf und OKAL, fortschrittliche Lösungen zum Erzeugen und Bereitstellen von regenerativer Solarenergie innerhalb eines intelligenten Quartiers. Ein begleitendes und durch das Bundesbauministerium (BMUB) gefördertes Forschungsprojekt von BDF und Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) bietet jetzt erste spannende Erkenntnisse.

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Fertighäuser treiben die Energiewende voran

Gepostet von am 18. April 2013 – 10:002 Kommentare |

Bauherren setzen bei Einfamilienhäusern zunehmend auf eine nachhaltige Bauweise und eine hohe Energieeffizienz, wie sie der Fertigbau bietet. „Durch die Integration einer intelligenten und verbrauchsreduzierenden Haustechnik erhöht sich die Energieeinsparung zusätzlich“, erklärt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG.

Bei Umweltschutz und Energieverbrauch sind Fertighäuser der Massivbauweise weit überlegen. Zur hohen Energieeffizienz trägt bei, dass ein Großteil der Wärmedämmung im Fertigbau bereits in den Holztafelwänden integriert ist. Auch die Minimierung von Wärmebrücken, die günstigen bauphysikalischen Eigenschaften von Holz und die maßgenaue Vorfertigung der Bauelemente ermöglichen hohe Energieeinsparpotenziale.

In der Regel liegt der Energiebedarf von Fertighäusern daher weit unter den gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Die Massivbauweise stößt dagegen bei den Wandstärken, die für eine ähnlich effektive Wärmedämmung notwendig wären, bereits seit Jahren an die Grenzen dessen, was Bauherren zur Verbesserung der Energieeffizienz hinzunehmen bereit sind.

Zum Klimaschutz tragen Fertighäuser neben ihrer hohen Energieeffizienz auch durch den Baustoff Holz bei. Grundsätzlich erfordert die Herstellung von Bauprodukten aus Holz einen geringeren Energieaufwand als vergleichbare konventionelle Baustoffe. Der fossile Primärenergiebedarf einer Holzaußenwand beträgt nur etwa 1 Prozent des fossilen Energiebedarfs einer Steinaußenwand. Der Grund: 99 Prozent des Primärenergiebedarfs im Gesamtlebenszyklus einer Holztafelaußenwand ist durch die Umwandlung von Sonnenenergie in biologisches Wachstums (Photosynthese) gedeckt.

Dementsprechend gering sind beim Baustoff Holz die entstehenden CO2-Emissionen: Berechnungen der Universität Stuttgart haben ergeben, dass das Treibhauspotenzial einer Wand in Holzständerbauweise mit rund 90 Kilogramm (kg) CO2-Äquivalent nur etwa 7 Prozent des Wertes einer vergleichbaren Wand in konventioneller Bauweise beträgt, für die im Schnitt 1.500 kg CO2-Äquivalent zu veranschlagen sind. Die niedrigen Emissionen bei einer Holztafelwand erklären sich vor allem durch den geringen fossilen Energieverbrauch während der Herstellung.

Zu beachten ist zudem bei einer ganzheitlichen Ökobilanz, dass das im Fertighausbau genutzte Holz der Atmosphäre bei seinem Wachstum reichlich COentzogen hat. Ein modernes Einfamilienhaus in Holzfertigbauweise mit 140 Quadratmetern durchschnittlicher Wohnfläche enthält etwa 15 Tonnen (t) Holz und Holzwerkstoffe. Damit entlastet es die Atmosphäre um rund 27 t CO2. Zum Vergleich: Diese Menge entspricht dem CO2-Ausstoß von mehr als zehn Jahren Autofahren im Mittelklassewagen oder 40 Flugreisen von Köln nach Mallorca.

Intelligente Hausautomation

Bauherren können mit einem Fertighaus weitere Energieeffizienzpotenziale durch die Nutzung erneuerbarer Energien ausschöpfen. Verbreitet sind etwa die Verwendung von Photovoltaik für die Stromproduktion, der Einsatz von Solarthermie für Heizung und Warmwasser sowie der Einbau eines fortschrittlichen Heizsystems, das über eine Wärmepumpe der Umgebung des Hauses Energie entzieht. Immer mehr Bauherren setzen zudem auf die Integration „intelligenter“ Haustechnik. Damit haben sie einerseits ihren Energieverbrauch stets im Blick, denn die Systeme zeigen über Tages- und Monatslisten detailliert den Verbrauch an. Mit Hilfe von Trendkurven lassen sich Energiefresser so schnell aufspüren. Darüber hinaus greifen intelligente Hausautomationssysteme aktiv in die Steuerung von Heizung und Lüftung ein – zum Beispiel durch das Koppeln der Heizung an die tatsächliche Außentemperatur, die Steuerung der Rollläden und Jalousien gemäß dem jeweiligen Sonnenstand und die kluge Ausrichtung an den Werten der Wetterstation.

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Zur hohen Energieeffizienz von Fertighäusern trägt bei, dass ein Großteil der Wärmedämmung bereits in den Holztafelwänden integriert ist. Foto: OKAL

Der Markt für „intelligentes Wohnen“ ist ein Zukunftsmarkt. Laut der repräsentativen Umfrage „DFH Trendbarometer 2012“, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG durchgeführt hat, halten 57 Prozent der Deutschen die Integration innovativer Hausautomation bei einem Hausbau für wichtig. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten, die in den nächsten Jahren ein Haus bauen möchten, wäre bereit, für mehr Sicherheit, Komfort und eine höhere Energieeffizienz zwischen 4.000 und 8.000 Euro in intelligente Haustechnik zu investieren.

64 Prozent der Befragten und sogar 84 Prozent der zukünftigen Bauherren halten eine Haustechnikfunktion für sinnvoll, die einen permanenten Überblick über den Energieverbrauch liefert. 39 Prozent sehen in einer automatischen und optimal an das Wetter angepassten Regelung der Heizungsanlage eine deutliche Erleichterung ihres Alltags. Auch ein gestiegenes Umweltbewusstsein beim Hausbau selbst spiegelt sich in der forsa-Umfrage wider: 78 Prozent aller Befragten und 87 Prozent der künftigen Bauherren halten es für „sehr wichtig“ oder „wichtig“, dass beim Hausbau ressourcenschonende und schadstoffarme Stoffe zum Einsatz kommen.

Steigende Nachfrage

Das Ergebnis der Umfrage bestätigt einen Trend, den die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG bereits seit einigen Jahren beobachtet, der sich durch die von der Bundesregierung eingeläutete Energiewende jedoch intensiviert hat. „Die Nachfrage ist in den vergangenen Monaten nicht nur nach energieffizienten Fertighäusern, sondern auch nach moderner Energiespartechnologie in Form von intelligenter Hausautomation gestiegen“, erklärt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG.

2 Kommentare »

  • Stefan Boltz sagt:

    Sanieren lohnt sich nicht immer. Wer ein altes Haus aus den 1950er oder 1960er Jahren abreißt, will natürlich nicht über ein Jahr eine Baustelle haben. Moderne Fertighäuser sind daher die ideale Lösung!

  • Bernhard Großerüschkamp sagt:

    Aus eigener leidvoller Neubauerfahrung kann ich nur sagen:
    Wenn ich vorher gewußtt hätte, was auf mich zukommt, hätte ich doch lieber ein Fertighaus gekauft:

    – 16 Monate Bauverspätung (von ungeplanten Miet- und Zwischenfinanzierungskosten will ich gar nicht reden).

    – Die vertraglich zugesagte Energieeffizientklasse besteht wegen diverser Baumängel nur auf dem Papier. Statt dem Bauunternehmer dafür Geld abzuziehen, hätte ich lieber ein Haus mit niedrigem Energiebedarf – bin gespannt auf die erste Jahresendabrechnung!

    Vermutlich bleibt einem das mit einem „in Serie“ gebauten Fertighaus erspart.

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