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28. September 2017 – 11:00 |

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Energieeffizienz: Neubau ist oftmals sinnvoller als die Sanierung

Gepostet von am 19. April 2013 – 14:002 Kommentare |

In ihrem Energiekonzept hat die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, bis 2050 in Deutschland per „Sanierungsfahrplan für Gebäude im Bestand“ einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die aufwendige Sanierung von altem Wohnbestand ist aber nicht in allen Fällen vernünftig. „Vielfach ist es sogar günstiger, ein komplett neues Haus zu bauen“, sagt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG.

Die Klimaschutzziele der Bundesregierung sind engagiert. Bis zum Jahr 2020 sollen die CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Um die Vorsätze zu erreichen, möchte der Bund mögliche CO2-Einsparpotenziale konsequent nutzen. Immerhin rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entfallen auf den Gebäudebereich. Die Potenziale zur Energie- und CO2-Einsparung sind gewaltig, denn immerhin stammen noch drei Viertel des Altbaubestands aus der Zeit vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1979. Viele dieser Gebäude sind bislang gar nicht oder kaum energetisch saniert. Das größte Einsparpotenzial haben laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) Häuser aus den Jahren 1958 bis 1978, die meist einfach gebaut sind und sehr dünne Wände haben.

Das Problem: Viele Maßnahmen der energetischen Sanierung alter Häuser amortisieren sich erst nach mehreren Jahrzehnten. Um die ambitionierten Energiesparziele der Bundesregierung zu erreichen, müssten Eigentümer in vielen Fällen mehr investieren, als ökonomisch sinnvoll wäre – und hätten gleichzeitig weiterhin eine alte Immobilie, die heutigen Ansprüchen an Architektur und Wohnkomfort nicht mehr gerecht wird. In manchen Fällen wäre es sogar günstiger, ein komplett neues Haus zu bauen, hat die Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft bereits kurz nach Bekanntgabe des Energiekonzepts zu bedenken gegeben.

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Der Fertighausbranche eröffnen sich durch die Sanierungsdiskussion weitere Wachstumschancen – nicht zuletzt auch wegen des Vorteils der kurzen Bauzeit im Fertighausbau. Foto: allkauf haus

Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Renovierung von altem Baubestand mit zunehmender Verschärfung der Energieeffizienzdiskussion unattraktiver wird. Viele Deutsche, die sich künftig den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchten, werden tendenziell eher auf den Neubau setzen, als alten Wohnbestand aufwendig zu sanieren. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und das Energiekonzept um die Ankündigung ergänzt, den Abriss nicht sanierungsfähiger Gebäude voraussichtlich fördern zu wollen.

„Eine derartige Förderung wäre überaus sinnvoll, um die Energiewende im Gebäudesektor voranzutreiben. Für Immobilieneigentümer wäre der Anreiz höher, ein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr zu sanierendes Haus schnellstmöglich durch ein neues, nachhaltig gebautes und energieeffizientes Haus zu ersetzen“, sagt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG.

Der Fertighausbranche eröffnen sich durch die Sanierungsdiskussion weitere Wachstumschancen – nicht zuletzt auch wegen des Vorteils der kurzen Bauzeit im Fertighausbau. Denn: Für Bauherren, die ein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr zu sanierendes Haus schnellstmöglich durch ein neues, energieeffizientes Haus ersetzen möchten, sind Fertighäuser die erste Wahl.

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