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28. September 2017 – 11:00 |

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Die Heizung weiß, wie das Wetter morgen wird

Gepostet von am 12. März 2013 – 15:00Ein Kommentar |

Der Markt für „intelligentes Wohnen“ kommt in Bewegung. Im Fertighaussektor tragen Hausautomationssysteme mittlerweile  erheblich zum Energiesparen bei. Auch aus Nachhaltigkeitssicht macht smarte Haustechnik Sinn, wie ein in Kürze zertifiziertes Musterhaus der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG beweist.

Beim Bau der eigenen vier Wände setzen Bauherren zunehmend auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Davon profitieren die Hersteller innovativer und energiesparsamer Fertighäuser. Allein baubedingt sind Gebäude in Holzbauweise herkömmlichen Massivbauten energetisch in der Regel überlegen. Einer der Gründe dafür ist, dass bei Fertighäusern ein Großteil der Wärmedämmung bereits von innen in die Holztafelwände eingebaut ist. Auch die weitgehende Vermeidung von Wärmebrücken und die günstigen bauphysikalischen Eigenschaften von Holz ermöglichen im Fertigbau hohe Energiesparpotenziale. Rund 90 Prozent der neu errichteten Fertighäuser entsprechen mittlerweile den Standards „Effizienzhaus 70“ oder „Effizienzhaus 55“.

Immer höheren Anteil an der Energieeffizienz hat im Fertighausbau die Integration intelligenter Haustechnik. Bei modernen Systemen können Hausbesitzer verschiedene Komfort- und Sicherheitsfunktionen bequem über eine zentrale Bedienung steuern. Gleichzeitig schöpfen sie damit Energiesparpotenziale im Alltag voll aus, denn die Systeme haben den gesamten Energieverbrauch des Hauses stets im Blick und zeigen über Tages- und Monatslisten detailliert den Verbrauch einzelner Stromkreise an. Mit Hilfe von Trendkurven können Hauseigentümer so Energiefresser schnell aufspüren. Darüber hinaus steuern intelligente Hausautomationssysteme Rollläden und Jalousien gemäß dem jeweiligen Sonnenstand, um etwa im Sommer einen Hitzeschutz zu bieten.

Viel wichtiger jedoch: Anhand der prognostizierten Werte einer Wetterstation greifen sie aktiv in die Regulierung von Heizung und Lüftungsanlage ein. Erst mit dieser vorausschauenden Funktion ist eine energiesparende Hausautomationsanlage tatsächlich auch „intelligent“.

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Intelligentes Wohnen: Praktische Hausautomationssysteme tragen mittlerweile nicht unerheblich zum Energiesparen bei. Foto: myGEKKO

In der Praxis führt die Ausrichtung an den Daten der Wetterstation zu durchaus beachtlichen Energieeinsparungen und erhöht gleichzeitig den Wohnkomfort. Ist beispielsweise ein Anstieg der Temperatur zu erwarten, regelt die Hausautomation rechtzeitig die Heizung ab. Das spart Heizenergie und beschert Bewohnern ein angenehmes Raumklima. Zeitweise überhitzte Räume wegen einer nur träge auf die ansteigende Außentemperatur reagierenden Heizung gehören damit der Vergangenheit an. Besonders bei Wetterkapriolen spielt das System seine Stärken voll aus.

Selbstverständlich kosten Hausautomationsanlagen Geld. Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG zeigt jedoch, dass Bauherren durchaus bereit sind, in „intelligentes Wohnen“ zu investieren: Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten, die in den nächsten Jahren ein Haus bauen möchten, wäre bereit, für mehr Sicherheit, Komfort und eine höhere Energieeffizienz zwischen 4.000 und 8.000 Euro in intelligente Haustechnik zu investieren. Energieeffizienz ist dabei ein großes Thema: 84 Prozent der zukünftigen Bauherren halten eine Haustechnikfunktion für sinnvoll, die permanent einen Überblick über den Energieverbrauch liefert. 39 Prozent glauben, dass eine automatische und optimal an das Wetter angepasste Regelung der Heizungsanlage eine vernünftige Investition ist.

Die Nachfrage nach intelligenter Haustechnik dürfte in den nächsten Jahren weiter steigen. „Gründe dafür könnten neben anziehenden Energiepreisen die EU-weite Pflicht zum Nahezu-Null-Energie-Haus ab 2020 sowie der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Ein- und Zweifamilienhaussektor sein“, erklärt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG.

Nicht alles, was im Bausektor den Stempel der Nachhaltigkeit aufgedrückt bekommt, ist jedoch auch tatsächlich nachhaltig. Um Bauherren Orientierungshilfe zu geben, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) in den vergangenen Monaten ein Zertifikat für das Bausegment „Neubau kleine Wohngebäude“ entwickelt. Bislang hat die 2007 gegründete DGNB nur Großprojekte zertifiziert.

Das erstmals im Frühjahr verliehene Zertifikat berücksichtigt rund 35 ökologische, ökonomische, technische und soziokulturelle Kriterien und zielt auf eine qualitative Bewertung von Wohngebäuden ab. Dafür fragt das neue Nachhaltigkeitssystem nicht nur ab, ob einzelne Faktoren erfüllt sind, sondern auch in welchem Maße. Somit lässt es kein „Greenwashing“ zu. Ein weiterer Pluspunkt aus Bauherrensicht ist, dass das neue DGNB-Nachhaltigkeitssystem auch den finanziellen Aufwand berücksichtigt, der sich über den gesamten Zeitraum einer Hausnutzung ergibt. Bei der Analyse dieser sogenannten Lebenszykluskosten fallen Aufwendungen ins Gewicht, wie sie etwa für die Wartung eines intelligenten Hausautomationssystems oder Reparaturen der Heizungsanlage entstehen.

Derzeit bewerten die Auditoren der DGNB einige Musterhäuser der Fertighausbranche. Darunter befindet sich auch ein Musterhaus der zur DFH Deutsche Fertighaus Holding AG gehörenden Marke OKAL, das dank einer Anlage zur intelligenten Gebäudeautomation eine Steuerung der Heizung anhand des erwarteten Wetters erlaubt. Das Fazit der Nachhaltigkeitsexperten fiel bereits positiv aus: Auch wegen der konkreten Energieeinsparungen durch die Haustechnik und die langfristig nur geringen Wartungskosten zeichnet die DGNB das Fertighaus in Kürze mit dem Nachhaltigkeitszertifikat in Silber aus.

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